Die Bluesmusiker Sonny Terry und Brownie McGhee bildeten eine musikalische Partnerschaft, die 35 Jahre lang andauerte und den beiden in den 1950er und 60er Jahren zu weltweitem Ruhm verhalf. Der in North Carolina geborene Terry war blind, nachdem er bei zwei Unfällen in der Kindheit auf beiden Augen erblindet war. Seinen unverwechselbaren Stil des Mundharmonikaspiels entwickelte er zusammen mit dem berühmten Bluesgitarristen Blind Boy Fuller, als er an Straßenecken herumlungerte. McGhee aus Knoxville, Tennessee, erkrankte als Kind an Polio und entwickelte sich zu einem der bekanntesten Bluesgitarristen seiner Generation.
1940 arbeiteten sowohl Terry als auch McGhee für das in Chicago ansässige Okeh-Label, und die beiden Männer lernten sich kennen. Nach dem Tod von Blind Boy Fuller im Jahr 1941 suchte Terry einen neuen musikalischen Partner, und auf Anregung von Fullers Manager gründeten sie ein neues Duo. Ihr Auftritt fand weltweit Anerkennung, und die beiden Männer begannen, neben ihrer Arbeit als Duo auch Solo-Karrieren als Musiker und Schauspieler zu entwickeln. Trotz ihrer sympathischen Bühnenauftritte hatten Terry und McGhee im Laufe der Jahre eine Abneigung gegeneinander entwickelt und sprachen abseits der Bühne kaum noch miteinander, was in den späten 1970er Jahren zu einer erbitterten Trennung führte. Terry starb 1986 im Alter von 74 Jahren und McGhee starb 1996 im Alter von 80 Jahren. Beide Männer hinterließen ein großartiges musikalisches Erbe mit einigen der besten Piedmont-Bluesaufnahmen, die je auf Vinyl veröffentlicht wurden.