Serge Chaloff, geboren am 24. November 1923 in Boston, Massachusetts, war ein US-amerikanischer Jazz-Baritonsaxophonist. Er begann seine musikalische Laufbahn im Alter von sechs Jahren am Klavier, bevor er sich mit 12 Jahren, nachdem er Harry Carney gehört hatte, das Baritonsaxophon selbst beibrachte. Mit 16 trat er der Band von Tommy Reynolds bei, und 1944 wurde er Mitglied des Orchesters von Boyd Raeburn, wo er die eröffnende Baritonsaxophon-Stimme in „A Night in Tunisia“ einspielte und Charlie Parker kennenlernte, dessen Einfluss Chaloffs Bebop-Stil prägte. Mit Woody Hermans „Second Herd“ erlangte er 1947 Bekanntheit und wirkte an Aufnahmen wie „Four Brothers“ und „Keen and Peachy“ mit. Nach Stationen im Oktett von Count Basie und in Clubs in Boston unterschrieb Chaloff einen Vertrag bei Capitol Records und veröffentlichte 1995 „Boston Blow‑Up!“ sowie später, im Jahr 1956, „Blue Serge“ mit einer Besetzung, zu der unter anderem Philly Joe Jones und Sonny Clark gehörten. Chaloff verstarb am 16. Juli 1957 im Alter von 33 Jahren.